Office - Blick auf Köln
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Fachartikel und Media

... weiß Finanzexperte Dr. Jörg Sieweck: "Im Zusammenspiel zwischen den Präferenzen der Verbraucher, der Akzeptanz von Zahlungsmitteln an den Ladenkassen und dem angebotenen Zahlungsmittelportfolio durch Banken und Kartenemittenten entscheidet sich immer wieder neu, welche der vielen Zahlungsmittel zukünftig mehr und welche  weniger von den Verbrauchern genutzt werden."

Immer mehr Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte online oder mobil. Manchem muten Bankfilialen da als Relikt aus vergangener Zeit an. Also ganz einfach dichtmachen? Nein, so einfach ist es nicht. Andere, bessere Filialen lautet die korrekte Strategie. Rein betriebswirtschaftlich betrachtet gehören nahezu 40 Prozent der Bankfilialen auf den Prüfstand. Doch ein allzu schneller Abbau von Zweigstellen ist riskant. Denn trotz aller Technikbegeisterun bleiben Filialen für viele Kunden vorerst unverzichtbar. Gerade die Privatkunden suchen bei komplexeren und vertraulichen Bankgeschäften den persönlichen Kontakt. Zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Experten in Kreditinstituten erwarten, dass bestehende Bankfilialen umfassend modernisiert werden. 62 Prozent verfolgen bei der Umgestaltung eine stärkere Ausrichtung der SB-Geräte auf Vertriebsgesichtspunkte.

Nach Jörg Sieweck, zuständig für den Bereich Finanzdienstleistungen, nimmt das Geldvermögen ständig zu. Sobald die Produkte etwas komplexer werden, ist immer noch die persönliche Beratung gefragt.

Artikel+Interview: "Die Seniorengeneration ist nicht nur besonders kaufkräftig, sondern zeigt auch einen ausgeprägten Spareifer und hat ein gewaltiges Vermögen angehäuft", so Sieweck. Da die Deutschen immer weniger Kinder haben, müssen die meisten Erben nicht mehr wie früher mit zahlreichen Geschwistern teilen. Der Autor der Studie betont die Folgen: "Manche werden über Nacht richtigreich. Der Aktienmarkt profitiert von der Erbschaftswelle. Die Erben legen ihr neues Vermögen risikofreudiger an als die Nachkriegsgeneration. Die Anlegermentalität hat sich gewandelt."

Bereits jetzt, rechnet Sieweck vor, entfallen trotz der kleineren Einzelkreditbeträge rund 60 Prozent des Baufinanzierungsvolumens auf Modernisierungen. Erfolg werden in Zukunft nur noch Baufinanzierer haben, die sich vom Platzhirschdenken rasch und endgültig verabschieden und den berechtigten Kundenwünschen nach mehr Service und Flexibilitätentgegenkommen. Die Immobilienkreditbearbeitung ist häufig immer noch zu langwierig.

Früher war es keine Seltenheit, dass Kunden lebenslang bei einer Versicherung blieben. Doch die Zeiten der langfristigen Bindung sind längst vorbei. Die Bereitschaft zum Versicherungswechsel ist deutlich gestiegen. Neben dem ständig wachsenden Angebot und der Möglichkeit, die Versicherungen schnell und unkompliziert zu wechseln, hat das Internet die Loyalität der Kunden gegenüber ihren Versicherungen verringert. Die Versicherungsnehmer erwarten eine immer höhere Qualität von ihren Versicherungsgesellschaften. Die Stärkung der Kundenbindung bei gleichzeitiger Kosteneffizienz verfolgen die deutschen Versicherer bereits seit mehreren Jahren. Fast alle befragten Entscheidungsträger in denVersicherungsunternehmen wollen auch in Zukunft durch eine bessere Servicequalität überzeugen und zugleich Kosten einsparen. Steigende Bedeutung für die Kundenbindung hat auch die Schadenregulierung, bei der das Angebot weiterer Hilfen im Rahmen einer Regulierung derzeit eines der größten Differenzierungspotenziale in der Branche bietet. Dies haben auch viele Versicherer erkannt und vermehrt entsprechende Angebote an ihre Kunden gerichtet. Besonders niedrig liegt die Wechselschwelle für Kfz-Versicherungskunden. Fast alle befragten Entscheider in Versicherungsunternehmen wollen auch in Zukunft durch eine bessere Servicequalität überzeugen und zugleich Kosten einsparen. Lebens- und Krankenversicherer fokussieren ihre Kundenbindungsmaßnahmen auf individuelle Betreuungskonzepte. Sie wollen ihre Produkte und die Beratungsgespräche noch stärker an den wechselnden Lebenssituationen ausrichten. Nach den Ergebnissen einer AMC Befragung von Versicherungsunternehmen sind in der Versicherungswirtschaft derzeit Themen wie der Vertrieb und die Kundenbindung von größtem Interesse. Als wichtigste Aktivitäten zur Erhöhung der Kundenbindung werden vor allem die Erfolgskontrolle im Customer-Relationship-Management und die Qualifikation im Vertrieb genannt. Auch unterstützende Methoden wie Kundenzufriedenheitsbefragungen und Stornofrüherkennung sind relevant.

Süddeutsche Zeitung: Generell ist es nach Ansicht Siewecks schwer, den Private-Banking-Markt so lokal zu betrachten: "Das ist ein nationales und internationales Geschäft. Das Wachstumspotenzial in Deutschland sei in den kommenden Jahren enorm. Riesige Vermögen würden vererbt. Dieser Markt ist alles andere als aufgeteilt, alles ist im Fluss."

Die Versicherungswelt wird sich in ihren Strukturen und hinsichtlich der angebotenen Produkte, Vertriebswege und Serviceleistungen verändern. Die Zukunft gehört dem mehrdimensionalen Vertriebsmix, denn die Neukunden werden zunehmend mehrere Vertriebskanäle parallel nutzen wollen. Verschiebungen in der Altersstruktur haben Auswirkungen auf Marketing und Vertrieb. Die inländische Versicherungswirtschaft muss sich insgesamt auf ein niedrigeres Potenzialwachstum einstellen. Dies wird den
Wandel noch weiter beschleunigen.

Die Versicherer werden sich darauf einstellen müssen in den kommenden Jahren deutlich schwächer zu wachsen. Niedrigzinsen und demographische Entwicklung belasten."Die Versicherer waren letztlich die Profiteure der Finanzkrise" sagt Jörg Sieweck, der Autor der Studie.

Euro am Sonntag:  Darf es ein bißchen mehr sein an der Ladentheke als Milch und Käse? Geht es nach den deutschen Discountern, gern: Vom Computer bis zum Flugticket ist alles im Angebot. Die neuen Vertriebswege beeinflussen ganze Branchen. Zu Butter und Brötchen noch Bargeld an der Ladenkasse? Längst Realität. Aktien bei Aldi oder Fonds bei Lidl wird es aber nach Ansicht  von Bankexperte Jörg Sieweck noch lange nicht geben. Dem Vertrieb von Finanzprodukten seien enge Grenzen gesetzt, auch wenn sich deren Verkauf im Internet schon durchgesetzt habe. "Selbst Massenprodukte wie Fest- und Tagesgeld sind aus Sicht der Verbraucher erklärungsbedürftig und damit nicht einfach neben Eiern und Käse einzukaufen."

Auszug aus einem Zeitungsartikel in der Süddeutschen Zeitung über die Marktstudie Finance Discount: "Der Kampf um die deutschen Bankkunden wird in den nächsten Jahren anhalten. Und die Gewinner werden weiter die Direktbanken sein - auf Kosten von Instituten mit vielen Filialen". Dies ist das Ergebnis eines Branchenreports, für den BBE media 126 Finanzprofis befragen ließ. Umgekehrt ist der scharfe Wettbewerb eine gute Nachricht für die Kunden. Sie können erwarten, dass die Gebühren noch günstiger und die Konditionen besser werden.

Nach den Ergebnissen der bbw-Berechnungen, die auf Schätzungen der Steuerfahnung und Steuergewerkschaft, Deutschen Bundesbank, Repräsentativumfragen in der Bevölkerung sowie von 103 Finanzdienstleistern beruhen, befinden sich 485 Milliarden Euro Schwarzgeld in den Steueroasen.

Studie Private Banking: Die Regulierung, anspruchsvollere Kunden und wachsender Kostendruck machen den Verwaltern großer Vermögen nicht nur in Deutschland zu schaffen. Die Finanzkrise macht es notwendig: Die vermögende Kundschaft hinterfragt immer kritischer die Leistungen ihrer Berater. ARD-Tagestehmen: Nach bbw-Berechnungen liegen weltweit rund 485 Milliarden Euro "heimliches Geld" von Deutschen bei Banken im Ausland. Die höchsten Geldbeträge liegen in der Schweiz, mit bisher mehr als 170 Milliarden Euro vor unseren weiteren Nachbarländern Luxemburg, Österreich und der Schweiz.

Finanzmarkt Europa: Die Deutschen lieben ihr Sparbuch. In Frankreich erfreut sich das Aktieninvestment großer Beliebtheit. Die Briten vertrauen ihr Geld vor allem den Lebensversicherungen an. In Italien sind Bankeinlagen besonders beliebt.

Die Kundenbindung ist in Zeiten schwindender Kundenloyalität eine der größten Herausforderungen. Multikanalstrategien kommen hier für Jörg Sieweck eine bedeutende Rolle zu."Ziel ist es, alle Vertriebswege stärker an den verschiedenen Kundengruppen und deren Bedürfnissen auszurichten", sagt der Finanzmarktexperte.

Erben sind meistens älter als 50 Jahre, stehen oft auf der beruflichen Karriereleiter weit oben, wohnen mehrheitlich im eigenen, meist schuldenfreien Haus. Sie haben sich etabliert und werden überdies noch mal bedacht. Die Möglichkeiten, einen überraschenden finanziellen Zugewinn gewinnbringend anzulegen, sind bei diesen Personengruppen besonders groß. Mit der Generation der Erben ist eine Anlegergruppe entstanden, die überdurchschnittlich stark Beratungen für Finanzdienstleistungen nachfragt. Im Service- und Beratungsbereich sind die Ansprüche der Kunden, vor allem der Generation der Erben gestiegen. Nach der Befragung von Kreditinstituten sehen jeweils mehr als acht von zehn Befragten die Anlageformen Investmentfonds und Aktien als vom Erbschaftsboom begünstigte Anlagearten. Die Erbengeneration tritt anspruchsvoller und gut informiert auf, wenn es um ihre finanziellen Angelegenheiten geht. Es wächst zusehends die Bereitschaft, die Bankverbindung zu wechseln, wenn das Konkurrenzinstitut einen besseren Service in der Vermögensbetreuung bietet. Rund die Hälfte der Bevölkerung hat bereits geerbt oder erwartet eine Erbschaft.

Das wahre Ausmaß geplünderter Konten dürfte noch weit höher als bekannt liegen. Denn nur ein Bruchteil der Fälle wird öffentlich. Viele geprellte Kapitalanleger sehen von einer Strafanzeige ab. Die Versprechen der Beutelschneider ähneln sich immer wieder: In der Regel werden die Anleger mit Renditeversprechungen gelockt, die weit über dem Kapitalmarktzins liegen, angeblich bei absoluter Sicherheit. Die Betrüger werben dabei für Beteiligungsmöglichkeiten aller Art. Telefonverkäufer verscherbeln völlig wertlose Aktien oder gescheiterte Staubsaugervertreter preisen Beteiligungen an Ferienwohnungen an, in denen kaum jemand auch nur begraben sein will, und sei es nur für die Urlaubswochen. Als hätte es niemals zuvor Ärger mit Bauherrenmodellen gegeben, ist die unkritische Begeisterung der Anleger für nahezu jede Form von steuersparenden Kapitalanlagen erhalten geblieben. Einmal unter Verdacht geraten und angezeigt, haben Geldanlagebetrüger allerdings schlechte Karten: Während die Aufklärungsquote bei allgemeinen Betrugsdelikten in den vergangenen Jahren bei durchschnittlich 80 Prozent lag, konnten die polizeilichen Fahnder fast alle erfassten Anlagebetrugsdelikte klären. Doch das eingesetzte Geld blieb für die meisten Betrogenen verloren. Bei den meisten dubiosen Firmen ist nichts mehr zu holen. Es sind nicht allein gutverdienende und besonders wohlhabende Zeitgenossen, die auf der Suche nach scheinbarer Sicherheit  trickreichen Betrügern in die Falle gehen. Vielmehr trifft es fast alle gesellschaftlichen Schichten. Oft sind es bereits betrogene Geschädigte, die ihren Verlust wieder hereinholen wollen. Für die meisten Betrogenen werden vermeintlich „Todsichere Kapitalanlagen“ zur „tödlichen“ Geldvernichtung.

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© Dr. Jörg Sieweck